Montag, 19. Oktober 2015

At World's End - Cape Reinga

Am Samstag Nachmittag war es nach einigen Startschwierigkeiten endlich soweit. Wir haben unsere behütete Farm verlassen und uns auf die Reise in den Norden gemacht. Nach ca. 3 Stunden Fahrt sind wir dann auf unserem Campingplatz in Tapotupotu angekommen.

Unser Basecamp
Die Bucht mit dem Camplingplatz von oben.
Der Campingplatz war super schön in einer Bucht gelegen. Wir hatten das "Camping-Experience" Komplettpaket gebucht. Für 6$ pro Nacht und Person gab es kalte Duschen, kein Trinkwasser und weder Strom noch Handyempfang. Außerdem war der nächste Supermarkt 90 Kilometer entfernt. Darüber, dass Cape Reinga eine so isolierte Region ist, hatten wir uns natürlich vorher nicht informiert. Gut das wir ausreichend Proviant dabei hatten, nähmlich genug für 2x Abendessen und 1x Frühstück. Nachdem wir unser Zelt (welches wir von Diana ausgeliehen haben) aufgebaut haben ist es dunkel geworden. Zum Abendessen gab's Nudeln mit Tomatensoße. Wir sind dann auch recht schnell schlafen gegangen.  Am Sonntag sind wir nach einer kalten Dusche und einem spärlichen Frühstück (2/3 der Mahlzeiten bereits aufgebraucht) zu Fuß vom Campingplatz aus aufgebrochen. Cape Reinga war ca. 5km von unserem Campingplatz entfernt. Der Wanderweg ging an der Küste entlang über Strände und Klippen und war echt super schön. Die Vegetation ist aufgrund von schlechtem Boden und rauen Klima sehr karg. Pflanzen bleiben auf Strauchgröße um zu überleben.



Nach ungefähr 2 Stunden kam der Leuchtturm, welcher das Kap kennzeichnet, in Sicht.

Unter dem Leuchtturm erstmal nen Apfel


Nach dem wir einige Zeit die Aussicht genossen haben, sind wir für den Rückweg aufgebrochen. Diesmal haben wir uns mehr Zeit gelassen und einige Pausen gemacht. Wir sind beispielsweiße ein bisschen im Gras gelegen und haben die Sonne genossen. Außerdem haben wir mal wieder die Wassertemperatur getestet und festgestellt, dass es auch hier kalt ist.


Erstmal ein Nickerchen


Als wir gegen 17 Uhr hungrig wieder auf dem Campingplatz ankamen, haben wir unsere letzten Vorräte verkocht. Es gab mal wieder Nudeln mit Tomatensoße. Dann stellte sich die Frage: Was tut man auf einem Campingplatz mitten im Nirgendwo am Abend. Wir sind natürlich als professionelle Bayern an die Sache herangegangen und haben uns erstmal am Strand an den Picknicktisch gesetzt und Karten gespielt. Als es nach einiger Zeit dunkel und kalt wurde, sind wir ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen hat es geregnet. Das stellte uns vor die spaßige Aufgabe das Zelt im Regen abzubauen. Noch dazu hatten wir kein Frühstück und nur eine kalte Dusche. Doch es kam noch ganz anders. Als wir fertig gepackt hatten und endlich los wollten, ist uns das Auto nicht angesprungen. Wie zwei Tage vorher in Kerikeri war die Batterie leer. Nachdem uns zwei nette Franzosen Starthilfe gegeben haben, sind wir dann doch los.

Auf unserem Weg zurück nach Kerikeri haben wir noch einen Abstecher bei den Te Paki-Sanddünen gemacht, welche mit 50 Metern Höhe die größten Neuseelands sind. Außerdem haben wir uns auch den Ninty Miles Beach angeschaut, da wir aber schlechtes Wetter hatten, haben wir bei den Dünen als auch am Strand nicht allzuviel Zeit verbracht, weil wir immer noch nichts zum Frühstück gegessen hatten. Daher haben wir uns beim ersten Supermarkt erstmal wieder mit Essen eingedeckt.

Jetzt sind wir wieder auf der Farm in Kerikeri, wo wir wohl nochmal ein Paar Tage bleiben, bis unser Auto voll funktionsfähig ist.

-Felix

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