Gleich vorweg, gestern ist einiges spannendes passiert, dh. der Post könnte etwas länger werden, viel Spaß beim lesen.
Gestern (Sonntag 27.09) in der früh war die Zeitumstellung auf die Sommerzeit. Das bedeutet zum einen, dass wir hier jetzt 11 Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland haben und zum anderen, dass wir erstmal eine Stunde des Tages verloren haben, da wir folglich erstmal bis 10 Uhr geschlafen haben. Verspätet machten wir uns also auf den Weg zum Hafen. Der Plan war, eine Bootstour durch die Bay of Islands zu machen. Als wir aber am Hafen die Preise verglichen haben und feststellten, dass wir für 2 Stunden Bootfahren 100$ bezahlen müssten, haben wir kurzerhand umdisponiert. Anstelle der 2-Stunden-Tour haben wir für 12$ die Fähre nach Russell genommen. Auf diese Weise hatten wir ebenfalls einen Blick vom Wasser aus. Nach etwa 20 Minuten kamen wir in Russell an. Dieses ist heute ein kleiner Ferienort auf einer Landzunge vor Paihia, war aber 1840 - 1841 die erste Hauptstadt Neuseelands.
In Russell angekommen haben wir uns im Supermarkt erstmal mit Proviant versorgt. Äpfel und etwas was annähernd an eine deutsche Semmel herankommt, dazu Marmelade. Dann sind wir zu einem Höhenweg aufgebrochen, der von Russell aus ausgeschildert war und zu einem noch kleineren Ort führte.
Dieser Weg führte uns erst über einen Pfad im Wald zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt, von dem aus man eine schöne Aussicht über die Bay of Islands hatte. Nach weiterem Fußmarsch gelangten wir auf eine Teerstraße, der wir dann in besagten kleineren Ort folgten. Obwohl es sich um eine zweispurige Straße handelte, kam uns die gesamte Zeit genau ein Auto entgegen und der Umstand, dass wir auf einer asphaltierten Straße unterwegs waren, trübte die Eindrücke von der Natur um uns herum in keinster Weise. Unzählige tropische Pflanzen und Vögel, die so absurd geklungen haben, dass wir erst gar nicht an ihre Existenz glaubten.
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| so ungefähr sah es um uns herum aus :) |
Am Ende der Straße fanden wir ein kleines Villendorf vor, welches an einer wunderschönen Bucht lag.
Nach dem Mittagessen, es gab die Marmeladensemmeln, sind wir dann erst mal am Strand entlang losgezogen um die Küste zu erkunden. Dabei haben wir einige atemberaubende Ausblicke gehabt und mussten an einigen Klippen herumklettern um überhaupt weiter zu kommen.
| Maxi will da nicht mehr weg :) |
Auf unserem Weg die Küste entlang kamen wir an immer anspruchsvollere Kletterpassagen, hatten aber Spaß an der Herausforderung.
Hinter den Klippen lagen Strände, deren Schönheit mit Worten kaum zu beschreiben sind. Hier haben wir uns einfach mal die Zeit genommen ein bisschen zu entspannen. Ein Stück weiter die Küste entlang haben wir ein Paar einheimische Maori getroffen, die an den Klippen gefischt haben.
| echt nette Leute ;) |
Es kam wie es kommen musste. Nach ungefähr 1,5 weiteren Stunden Klippenklettern - die Strecke wurde immer schwieriger und unzugänglicher und nur Alex und ich hatten vernünftige Schuhe an - und einer Passage, an der wir Kniehoch durch das Wasser waten mussten (so kalt ist es gar nicht), weil wir nicht mehr klettern konnten waren wir an einer Stelle angelangt, wo wie weder durch klettern noch durch waten vorwärts gekommen wären. Der Rückweg war dank der Flut ebenfalls blockiert. Wir saßen fest!
Wir hatten mit unserem Schicksal abgeschlossen und waren schon bereit uns einen Weg durch das Brusthohe Wasser zu bahnen um an den 25 Meter entfernten Strand zu gelangen. Die ganze Elektronik haben wir möglichst in Drybags gepackt. Dann haben wir uns bis auf die Unterhosen ausgezogen und waren bereit mit den Rucksäcken auf dem Kopf durch das Wasser zu laufen, um diese möglichst Trocken zu halten.
| Vorbereitung für den Wasserspaß |
| Wir sind in der Bucht hinter dem Schlauchboot festgesessen. |
Unser Retter hat uns dann in Russell im Hafen abgesetzt, wo wir erstmal einkaufen gegangen sind. Geplant waren Penne Carbonara zum Abendessen, letztendlich hatten wir dann aber Schinkennudeln mit einem echt super leckeren Salat. Alles in allem ein guter Tag und ein cooles Adventure.

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