Mittwoch, 25. November 2015

Routine

Mittlerweile sind es zweieinhalb Wochen und die Routine ist allemal eingekehrt. Wir sind an dem Punkt angekommen, wo ich damals zu Schulzeiten war, wenn man morgens aufsteht und sich denkt: Ich will da nicht mehr hin. Naja ganz so schlimm ist es dann wohl doch noch nicht. Wenn wir in der Honigfabrik nichts zum dekontaminieren haben, dann dienen wir als Mädchen für alles. Letztens hab ich zum Beispiel einen Nachmittag damit verbracht für eine Testextraktion 600 Deckel auf 600 befüllte Honiggläser zu schrauben - es gibt schlimmeres. Aber genug davon, das Leben im Hostel hat im Vergleich zur Farm den Vorteil, dass man viele neue Leute kennen lernt. So haben wir am Montag einen kleinen thailändischen Kochkurs bekommen - kochen können wir deshalb trotzdem noch nicht ;).


Letzten Sonntag waren wir in einem Papageienzoo hier in Kerikeri.Die Vögel waren echt beeindruckend, saßen auf unseren Schultern und sind in all den Farben schön anzusehen. Danach haben wir noch einen kleinen Abstecher bei Rewa's Village, einem nachgebauten Maoridorf, gemacht. Dies war jedoch eher enttäuschend, oder wie Maxi es ausgedrückt hat: "10 $ für einen Wald in dem Kinder hässliche Baumhäußer gebaut haben."

-Felix

Sonntag, 15. November 2015

Work Hard

Da die erste Woche mittlerweile überstanden ist, kommt hier mal ein kleiner Rückblick. Seit der letzten und für die nächsten 5 Wochen, also ca. bis Weihnachten, werden wir in Kerikeri arbeiten. Maxi und Ich arbeiten in einer Honigfabrik, Alex auf einer Kiwi-Plantage. Bisher sind wir alle recht zufrieden mit unseren Jobs. Wir sind in der Honigfabrik für die Dekontaminierung der Bienenstöcke zuständig, d.h. wir überprüfen jeden einzelnen Bienenstock auf tote oder lebende Bienen, entfernen überschüssiges Wachs und Larven, bevor die Boxen dann in die Exktraktion weitergegeben werden, wo der Honig aus den Waben geholt wird. Die Arbeit ist anstrengend und eine durchschnittliche Arbeitszeit von 10 Stunden pro Tag ist auch nicht gerade wenig. Allerdings werden wir mit 10,50 € pro Stunde für einen Backpacker-Job auch nicht allzu schlecht bezahlt, und bekommen auch einen Großteil der Steuern die wir zahlen wieder zurück, was die Anstrengung in unseren Augen wieder aufwiegt.

Während der nächsten Wochen wohnen wir in einem Hostel in Kerikeri. Wenn es uns auch schwer gefallen ist die Farm zu verlassen, so fühlen wir uns in unserer neuen Bleibe auch recht wohl.

Unsere Hütte :)

Wenn unsere Hütte auf den ersten Blick klein und schäbig aussieht, und dass ist sie, keine Frage, dann ist es dennoch sehr gemütlich hier.
Posts wird es dennoch geben, wenn wir an den Wochenenden etwas unternehmen oder etwas interessantes zu erzählen ist, allerdings nicht so zahlreich wie während dem Reisen.

-Felix

Freitag, 6. November 2015

Wir sind im Auenland

Nachdem wir heute morgen den Redwood Forest von Rotorua erkundet haben, wobei wir für 2 Stunden unter den verschiedensten Größen von Bäumen umher gewandert sind, haben wir uns auf den Weg gemacht, dem Auenland mal einen Besuch abzustatten.


Für die 2 Stunden Tour, welche um 16:30 Uhr gestartet hat, haben wir 75$ pro Person gezahlt - fast
ein bisschen viel, aber als wahre Hobbits durften wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Die Führung war sehr interessant. Wir haben zum Beispiel erfahren, dass es verschiedene Größen von Hobbithöhlen gibt um den Größenunterschied zwischen Hobbits und Menschen zu erzeugen und dass es zwar 2 Jahre gedauert hat, das Filmset aufzubauen, insgesamt aber nur 12 Tage darin gedreht wurde. Während wir so durch Hobbiton gelaufen sind hatten wir genug Zeit alles unter die Lupe zu nehmen. Leider ist Hobbiton nur ein Aussenset, und die Höhlen hören nach einigen Metern auf, da die Szenen im Inneren der Höhlen im Studio gedreht wurden.





Nachdem wir unsere Tour durch Hobbiton beendet hatten, sind wir im berühmten Green Dragon eingekehrt. Hier haben wir bei einem echten auenländischen Bier die Atmosphäre genossen.


Danach haben wir dem Auenland mit einem letzten Blick auf Hobbiton den Rücken gekehrt.


Unsere Reise ist hier vorerst vorbei. Am Montag werden wir mit unserem Job in Kerikeri anfangen, daher wird auch die Anzahl der Posts hier wieder zurück gehen. Bis dann!

-Frodo






Donnerstag, 5. November 2015

Harte Rückschläge

Unser Tag heute hat eigentlich ganz entspannt angefangen. Die Nacht im Auto ist überraschend gut verlaufen, ich habe sogar 7 Stunden durchgeschlafen :). Nach einem leckeren Frühstück, es gab Marmeladentoasts und Müsli, erreichte uns dann allerdings ein Anruf von unserem Arbeitgeber. Er braucht aus irgendeinem Grund nur noch 2 anstelle von 3 Leuten. Das stellt uns jetzt vor die harte Entscheidung ob wir den Job dennoch annehmen oder nicht. Diese Nachricht hat die Stimmung heute ein bisschen gedrückt, da wir eigentlich den kompletten Verlauf der Reise nach diesem Job gerichtet haben. Bis jetzt tendieren wir dazu, trotzdem zuzusagen und einer muss sich dann in Kerikeri nochmal etwas suchen.
Ansonsten haben wir heute nur eine kleine Wanderung zur alten Eisenbahnlinie gemacht, mit der früher die Metalle aus der Region geschafft wurden.


Danach sind wir weiter in den Süden gefahren. Jetzt sind wir in Rotorua, wo wir die Nacht verbringen werden. Schaut bei Alex vorbei :).

Mittwoch, 4. November 2015

Auf den Spuren der Goldgräber

Mittlerweile sind wir seit 5 Tagen auf der Coromandel Peninsula unterwegs und sind schon ein gutes Stück herumgekommen. Heute ging es von Whitianga aus über Tairua, wo wir auf einen kleinen alten Vulkan hinauf gelaufen sind und dadurch einen netten Ausblick auf die Bucht und das Dorf Tairua hatten, ins Puketui Valley.

Tairua
Die zahlreichen Stollen der Golden Hills Mine ziehen sich durch dieses Gebiet und sind teilweiße über Wanderwege zu erreichen. Auf unserer Wanderung durch das Tal war es demnach unser Ziel möglichst viele der alten Minen zu erkunden.

zurzeit haben wir den Drang überall rumzuklettern
Nach etwa 4 Stunden, in denen wir durch das Tal gelaufen sind, haben wir 4 alte Stollen gefunden. Unter ihnen war auch der Collins Drive, ein 500 Meter langer Minentunnel, der einmal komplett durch den Berg führt.

Collins Drive

Die interessanten/gefährlichen Seitenarme dieser Mine, sowie die Seitenarme eines anderen Stollens wurden (leider) abgesperrt, sodass wir diese nicht erkunden konnten. Einer der Tunnel war so matschig, dass ich ihn barfuß erkunden und hierbei fast knietief durch den Schlamm waten musste. Die Stollen waren von Glühwürmchen bevölkert, welche die Minendecken in Sternenhimmel verwandelt haben, sobald wir die Stirnlampen ausgemacht hatten.Von einem erhöhten Aussichtspunkt aus hatten wir auch einen guten Blick auf The Pinnacles, den Berg den wir vor ein paar Tagen erklommen haben. Dieses Mal kamen wir allerdings von der anderen Seite.

The Pinnacles (links)
Am späten Nachmittag sind wir nach Waihi weiter gefahren, wo wir übernachten wollten. Unglücklicherweise haben wir hier kein Hostel gefunden, was uns dazu zwingt unsere erste Nacht im Auto zu verbringen. Da wir aber sowieso schon seit dem Autokauf testen wollten, ob wir zu dritt einigermaßen vernünftig im Auto schlafen können, finden wir diesen Gedanken gar nicht so schlimm. Wie es uns bei unserer Nacht im Auto ergangen ist, erfahrt ihr im nächsten Post.

-Felix

Dienstag, 3. November 2015

Cathedral Cove

Heute haben wir uns den Cathedral Cove angesehen, welcher für seine aussergewöhnlichen Felsformationen bekannt ist. Zusammen mit dem Hot Water Beach ist es einer der bekanntesten Strände der Region. Von Hahei Beach (einem kleinen Ferienort) aus ging es an der Küste entlang zum Strand. Auf dem Weg dahin gab es einige schöne Abzweigungen, wie zum Beispiel den kleinen Pfad hinunter zum Stingray Beach.


Hier haben wir zum ersten Mal die Felswände gesehen, die nach ein paar Metern Sand in die Höhe ragen. Dieser Anblick hat mich schon ordentlich beeindruckt, aber am Cathedral Cove angekommen, sollte es noch unglaublicher werden. Den Strand betritt man durch einen in den Fels gewaschenen Torbogen, welcher durch die 20 Meter breite Klippe führt.



Der Gedanke daran, dass dieses Wunder der Natur irgendwann unter seinem eigenen Gewicht zusammen brechen wird, zeigt mal wieder wie gewaltig die Naturgewalten doch sind. Auf der anderen Seite des Bogens ragt ein Fels fast säulenähnlich in die Höhe und lässt darauf schließen, welches Schicksal der Torbogen wohl teilen wird. Trotz der, für neuseeländische Verhältnisse, großen Anzahl an Touristen haben wir uns erstmal in den Sand gesetzt, einen Lunch zu uns genommen und die Sonne genossen. Doch nicht nur die Strände an der Ostküste von Coromandel sind beeindruckend, sondern auch die zahlreichen kleinen Inseln, die vor der Küste in die Höhe ragen.



Wir hätten stundenlang sitzen bleiben können um die Schönheit der Natur um uns herum zu bestaunen, nach einiger Zeit haben wir uns aber wieder auf den Rückweg gemacht.

-Felix

Montag, 2. November 2015

Hit The Road

Nachdem wir heute mit weniger Muskelkater aufgewacht sind als ursprünglich angenommen, haben wir uns dennoch dafür entschieden es heute langsamer angehen zu lassen. Da Thames in seiner Entstehung eine Goldgräberstadt war, haben wir uns am Vormittag eine alte Mine angesehen. Nach einer interessanten Führung durch einen kleinen Teil der Tunnel und einer Vorführung der alten Maschinen, konnten wir uns auch selbst im Gold waschen versuchen – leider ohne Erfolg. Danach sind wir auf dem State Highway 25 weiter Richtung Coromandel Town gefahren. Die Straße ging an der Küste entlang und wir konnten auf ein Neues die unglaubliche Natur Neuseelands bestaunen.



In Coromandel Town angekommen und nach einem gesunden Mittagessen - es gab Sandwiches und Pommes - haben wir uns dazu entschlossen noch ein Stück weiter zu fahren, da es uns in Coromandel Town nicht ganz so gut gefallen hat. Unser nächstes Ziel war Whitianga, allerdings haben wir uns gegen den SH 25 entschieden und sind stattdessen über die Road 309 gefahren. Hierbei handelt es sich um die ältere, unasphaltierte Straße, welche durch das Landesinnere von Coromandel verläuft. Einem Gerücht zufolge heißt die Straße so, weil es 309 Kurven bis zur Ostküste sind. Wir hatten so auf jeden Fall einen schönen Blick auf einen Wasserfall und konnten einen kleinen Spaziergang durch einen alten Kaurihain machen, während wir die Natur im Landesinneren von Coromandel genossen haben.



In Whitianga angekommen haben wir den Tag nach der Hostelsuche noch am 18 km entfernten Hot Water Beach ausklingen lassen. Wegen vulkanischer Aktivität tritt hier heißes Wasser aus dem Boden aus. Die Stelle ist allerdings nur bei Ebbe zu erreichen. Mit kleinen Spaten bewaffnet sind wir also los zum Strand. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass dieser wohl bei Touristen sehr beliebt ist, da einige Leute in kleinen selbst ausgehobenen Löchern an besagter Stelle saßen. Wir haben gleich mal ein bestehendes Loch übernommen und uns mit unseren Schaufeln ans Werk gemacht dieses zu verbessern. Dort im warmen Wasser am Strand zu sitzen und auf den Ozean zu schauen ist auf jeden Fall sehr schön. Mit dem Ende der Ebbe kamen die Wellen dann aber immer näher an uns heran, was auch dafür gesorgt hat, dass mehr heißes Wasser aus dem Boden gezogen wurde. Als uns das Wasser zu heiß wurde, haben wir uns auf den Heimweg gemacht.

-Felix

Sonntag, 1. November 2015

Das Leben auf dem Meer

Die letzte Woche haben wir auf einem Katamaran in Opua gelebt. Während wir diesen für Rob und Ruth gereinigt haben, haben wir auch einige interessante Erfahrungen gemacht. Am Montag Mittag sind wir in Opua angekommen und haben von Rob und Ruth erstmal einen Überblick über Opua bekommen. Wirklich viel gibt es hier allerdings nicht zu sehen. Das Dorf besteht im Prinzip nur aus ein Paar Häusern, einem einzigen kleinen Supermarkt und dem Yachthafen. Als Fortbewegungsmittel wurde uns ein kleiner Dingy zur Verfügung gestellt, mit dem wir zwischen der sicheren Küste und unserem temporären Wohnsitz hin und her fahren konnten. Zu Beginn sind wir also zur Yacht hinaus gefahren um diese in den Hafen zu bringen. Dadurch war es leichter unser Gepäck an Bord zu bringen und wir hatten die Möglichkeit den Katamaran erstmal grob mit fließendem Wasser zu putzen. Am Abend sind wir dann wieder zur ca 500 Meter entfernten Boje in der Bucht gefahren. Von diesem Zeitpunkt aus waren wir auf uns allein gestellt. Der Katamaran hat 3 Doppelbetten, eine Küche, ein paar Stauräume und das Cockpit, welches uns als Aufenthaltsraum gedient hat. Versorgen mussten wir uns selbst, weshalb wir wieder auf unsere abwechslungsreiche Ernährung bestehend aus Nudeln und Salat umgestiegen sind. Mittwoch und Freitag sind wir aber von Rob und Ruth zum Essen eingeladen worden.  Die nächsten Tage sind sehr schnell vergangen. Neben der Arbeit haben wir unter anderem eine kleine Kayaktour durch die Bucht gemacht oder auch einmal eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt. Nachdem wir die ganze Woche bereits unser Glück im Fischen versucht hatten, und uns bereits 2 Fische von der Angel gesprungen waren, haben wir es am Donnerstag endlich geschafft einen Fisch zu fangen. Stolz wie wir waren, haben wir diesen dann erstmal gegessen und dabei unsere miserablen Kochkünste unter Beweis gestellt. Geschmeckt hat es uns aber trotzdem. Obwohl sich das Leben auf dem Meer vom Landleben gar nicht so viel unterscheidet, war es doch eine interessante Erfahrungen und auf jeden Fall angenehm, den Ozean immer vor der Haustür zu haben.
Mittlerweile sind wir in Thames im Coromandel ungefähr 6 Autostunden südlich von Opua. Hier gönnen wir uns gerade ein bisschen Urlaub bevor wir in Kerikeri mit dem Arbeiten anfangen. Heute sind wir extra um 5 Uhr aufgestanden, um das größte Spektakel der südlichen Hemisphäre zu betrachten, das Rugby Worldcup Final New Zealand vs Australia. Neuseeland hat mit dem Sieg 34 : 17 gleich 2 neue Rekorde aufgestellt, nämlich 2 Mal hintereinander zu gewinnen und mit 3 Siegen die meisten Worldcups gewonnen zu haben. Nachdem wir Rugby am Anfang für einen Sport gehalten haben, bei dem große Menschen einander umtackeln, haben wir festgestellt, dass es auch hier System gibt.

Der Teil von unserer unglaublichen Wanderung auf die Pinnacles ist hier leider verloren gegangen. Ich werde ihn zu gegebener Zeit ergänzen.

 
-Felix