Samstag, 26. Dezember 2015

Raglan



Die letzten 5 Tage haben wir in dem Surferort Raglan verbracht und uns im Surfen - genauer gesagt im Wellenreiten - versucht. Da wir mal wieder zu geizig für einen Kurs waren, musste es eben auch ohne funktionieren. Wir haben uns am 23. also kurzerhand 3 Surfboards und 3 Wetsuits geliehen und sind zum Strand. Hier ist nochmal anzumerken, was für ein Platzwunder unser Auto doch ist, haben wir doch 3 Surfboards und 3 Personen ohne Probleme transportieren können.


Als wir gut 6 Stunden später wieder gefahren sind, hatten wir das Grundprinzip schon raus. Die eigentliche Schwierigkeit ist nicht das Surfen an sich, denn wenn man mal auf dem Board steht, dann bleibt man meist auch stehen. Der Weg dahin ist der schwere Part des Surfens. Beginnend mit der Aufgabe sich durch die Wellen ein Stück nach draußen zu kämpfen, wo die etwas größeren Wellen brechen, muss man dann die richtige Welle auswählen, im richtigen Moment lospaddeln um auf die Welle zu gelangen und dann auch noch aufstehen, um die Kontrolle über das Board zu bekommen. Wir haben das ganze aber ganz gut hinbekommen und auch die ein oder andere Welle gestanden. Danach sind wir in unser Hostel gefahren, welches ein gutes Stück auserhalb von Raglan am Fuße des Mt Karioi lag. Die Lodge hatte eine idyllische Athmosphäre. Außer Reichweite von Handyempfang liegt die große Wohnküche, welche von 19 Zimmern umgeben ist mitten in einem hügeligen Stück Regenwald. An diesem Abend sind auch Carla, Vanessa, Laura und Jasmin, nette Mädels die wir in Kerikeri kennen gelernt haben und die in Raglan mit uns Weihnachten feiern wollten, im Hostel angekommen. Nach einem gemütlichen Abend sind wir dann ins Bett gegangen. Da wir am Vortag so viel Spaß beim Surfen hatten, sind wir am nächsten Morgen gleich wieder los. Erst gings in den Ort zum Surfverleih, dann zum Strand, die Mädels waren diesmal auch dabei.


Den Vormittag haben wir also wieder am Strand verbracht, unsere Surfskills verbessert und uns den ein oder anderen Sonnenbrand geholt. Als am Nachmittag gegen 2:30 die Ebbe kam, die Wellen somit nicht mehr so schön gebrochen sind und der Weg bis zum Wasser auf einmal 40 Meter länger war, haben wir beschlossen nach Raglan zu fahren und für den heiligen Abend einzukaufen. Als wir in Raglan ankamen hat es angefangen zu regnen, recht viel länger wären wir so wohl also auch nicht am Strand geblieben. Für das Christmas-Dinner im Hostel sollte jeder etwas mitbringen, um dann alles zu teilen und eine schöne Auswahl zu haben. Maxi hat seine - in Kerikeri erworbenen - Brezenbackskills ausgepackt, und Alex und ich haben uns für einen weihnachtlichen Nudelsalat mit Zimt entschieden. Wir waren mit dem Ergebnis unserer Kochkünste mehr als zufrieden und sowohl der Nudelsalat als auch die Brezen waren nach nichtmal 20 Minuten komplett aufgegessen. Die Gerichte der anderen Hostelbewohner waren auch alle sehr lecker. Es gab unter anderem zahlreiche Salate jeder Art, schwedische Meatballs, ein unglaublich gutes Bananen-Schoko-Sahne-Dessert und der Besitzer des Hostel hat sogar einen Truthahn spendiert.


Es ist an diesem Abend mit dem Schlafengehen doch etwas später geworden. Am nächsten Morgen haben wir eine gemeinschaftliche Fahrt ins Free-WLAN unternommen um alle ganz brav unsere Eltern anzurufen und ihnen frohe Weihnachten zu wünschen (an dieser Stelle nochmal fröhliche Weihnachten an euch alle). Danach haben wir nicht mehr wirklich viel unternommen. Wir waren alle noch müde vom Vortag und haben einfach mal ein bisschen entspannt. Heute sind wir ein letztes mal Surfen gegangen ( wir werden immer besser), um das schöne Wetter nochmal richtig auszunutzen. Danach haben wir uns nach einem letzten gemeinsamen Burgeressen von den Mädels verabschiedet und haben uns mit dem Auto auf den Weg nach Taupo gemacht.

-Felix

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen