Die letzten 5 Tage haben wir in Neuseelands Hauptstadt verbracht - Wellington. Diese liegt ganz im Süden der Nordinsel und war seid jeher die Brücke zwischen Nord und Süd. Wir sind gegen Abend in Wellington angekommen. Da wir den ganzen Tag im Auto saßen - wir kamen ja von New Plymouth - haben wir uns erstmal an der Hafenpromenade ein bisschen die Beine vertreten. Die erste Nacht haben wir dann außerhalb der Stadt im Auto geschlafen. Den Vormittag des zweiten Tages haben wir in Wellingtons Botanischen Gärten verbracht. Auf einem kleinen Hügel am Rande der Innenstadt gelegen sind sie ein beliebter Rückzugsort für die Wellingtoner, für uns allerdings nicht wirklich etwas besonderes. Einzig außergewöhnlich an der Anlage war die alte Cablecartbahn, mit der man von der Stadt aus hinauf fahren könnte, wenn man zu faul zum laufen wäre. War uns aber zu teuer, wir haben die Paar Höhenmeter lieber zu Fuß erklommen. Danach sind wir in unser Hostel gefahren, welches direkt im Zentrum Wellingtons gelegen ist. Hier hatten wir das Problem, das die dazugehörige Parkgarage 20$ pro Nacht gekostet hätte, Geld das wir nicht bereit waren auszugeben. Wir mussten mit dem Auto also raus aus der Innenstadt. Nachdem das Gepäck also im Hostel verstaut war haben wir uns mit dem Auto auf die Suche nach einem kostenlosen Parkplatz für die nächsten paar Tage gemacht - leichter gesagt als getan. Immerhin ist der Großraum Wellington mit seinen 600000 Einwohnern eine eher mehr bevölkerte Gegend Neuseelands. Letztendlich sind wir aber doch fündig geworden und haben in einem Vorort einen Parkplatz gefunden - soweit so gut. Die nächste Stunde haben wir dann damit verbracht, vom Parkplatz zurück ins Hostel zu laufen. Aber immerhin haben wir 60$ gespart. Am nächsten Tag ging es auf dem Mount Victoria hinauf, einen - wer hätte es gedacht - Vulkan, oder wohl eher Hügel am Rand der Innenstadt, der als Aussichtspunkt bekannt ist. Von oben hatte man tatsächlich eine schöne Aussicht über Wellingtons Hafen und Innenstadt. Auch auf dem Mount Victoria gelegen befindet sich ein Drehort für den ersten Herr der Ringe Film, nähmlich der Wald am Rande des Auenlands.
Am Nachmittag sind wir dann ins Te Papa gegangen. Direkt am Hafen gelegen handelt es sich hierbei um Neuseelands Nationalmuseum. Das Museum hat uns echt beeindruckt. Von der ersten Besiedelung der Insel, über die Geschichte der Maori, bis hin zu Neuseelands beteiligung im ersten Weltkrieg wurde alles detailreich und aufwändig präsentiert, und dazu auch noch kostenlos. Die nächsten 5 Stunden haben wir daher im Museum verbracht und etwas mehr über die Geschichte und Kultur Neuseelands gelernt. Zur Außstellung gehört unter anderem auch der größte Riesenkalmar der Welt. Das Museum ist definitiv einen Besuch wert. Am vierten Tag sind wir mit dem Bus zu den Weta Caves gefahren. Der Weta Workshop produziert Waffen, Rüstungen, Kostüme und Masken für Filme. Bekannt sind die Weta Caves natürlich für Herr der Ringe aber auch Filme wir Narnia oder Avatar. Im Shop kann man hier kaufen was das Nerdherz begehrt, von Bilbos Pfeife bishin zu Saurons Streitkolben ist alles dabei. Die Tour hinter die Kulissen war für den Tag leider ausgebucht. Wir sind deshalb zurück in die Stadt und haben noch ein paar Einkäufe erledigt. Unter anderem haben wir 3 Zelte gekauft, da wir auf der Südinsel jetzt öfter campen wollen.
Heute sind wir in der früh erstmal in aller Eile durch die Hügel von Wellingtons Vororten bis zum Auto gelaufen. Wir waren ein bisschen unter Zeitdruck, da wir für 11:30 eine Führung bei den Weta Caves gebucht haben. Somit haben wir die Strecke wohl in Rekordzeit von 40 Minuten zurückgelegt - was man nicht alles tut um ein paar Dollar zu sparen. Die Führung durch den Workshop war echt interessant. Es ist faszinierend wie echt und real die zum größten Teil aus Kunststoff produzierten Rüstungen und Waffen doch sind und was für ein unglaublicher Aufwand hinter der ganzen Sache steckt, früher noch mehr als heute. Das Modell, welches für King Kong verwendet wurde, hat z.B. ein Fell aus Yak-Haar, wobei jedes Haar einzeln mit kleinen Nadeln an dem Rohkörper befestigt wurde.
Nach der Tour hieß es für uns dann aber auch erstmal wieder Auf Wiedersehen Wellington. Die Hauptstadt mit ihrem kompakten Stadtkern und den auf grünen Hügeln außenrum gelegenen Vororten hat mir wirklich gut gefallen. Jetzt geht es erstmal Richtung Osten in die Wildnis, wo wir ein paar Tage campen werden, bis wir am 25. den Alex abholen und auf die Südinsel reisen. Ich hab vermutlich keinerei Empfang mehr, von daher werdet ihr frühestens am 25. wieder von mir hören.
-Felix
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