Samstag, 30. Januar 2016

Kayaktour im Abel Tasman National Park

Wir sind noch am Abend unserer Ankunft aus dem kleinen Hafenörtchen Picton abgereist und haben uns auf dem Weg nach Nelson gemacht. Nach einer Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz - wir leben uns mit unseren Zelten so langsam ein - sind wir am nächsten Morgen in dem Städtchen angekommen. Die Kirche ist ganz nett, eine schöne Fußgängerzone gibt's auch aber sonst war in Nelson nicht wirkich etwas zu sehen, was unser Interesse geweckt hätte. Für uns schon eher von Bedeutung war die Region um Nelson herum. In der Nähe liegt unter anderem der Abel Tasman National Park. Andi und Johannes (zwei Schulfreunde, die auch nichts besseres zu tun haben als durch Neuseeland zu reisen) hatten uns gefragt, ob wir nicht Lust auf eine Kayaktour durch den Nationalpark hätten. Alex und ich haben daraufhin bei der Agentur die Tour gebucht. Maxi, welcher nach eigener Aussage kein großer Fan des Kayakfahrens ist, hat sich für die gleiche Route zu Fuß entschieden. So sollten wir den Nationalpark also aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen. Nach einer weiteren Nacht auf einem Campingplatz sind wir nach Motueka gefahren, der letzten "Stadt" vor dem Nationalpark. Hier hatten wir noch einiges zu erledigen: Rucksäcke mussten umgepackt werden, Essen war zu besorgen und es wurde mal wieder höchste Zeit für eine Nacht im Hostel um Wäsche zu waschen, eine warme Dusche zu genießen und einfach mal wieder zu entspannen. Am Tag darauf ging es los. Um 8:45 Uhr waren wir in Marahau am Strand und packten Lebensmittel und Klamotten für die nächsten 3 Tage in unser Kayak. Danach gab es eine zweistündige Einweisung, deren Inhalt wir uns allerdings innerhalb von 5 Minuten selbst erschließen hätten können. Naja, da mussten wir nunmal durch. Das Wetter war auch alles andere als das, was wir uns vorgestellt hätten. Ein wolkenverhangener Himmel und Regen, ganz nach dem Motto: Ihr werdet ja sowieso gleich nass. Früher oder später sind wir dann auch endlich auf dem Wasser gelandet und es ging los.

Unsere Route

Unser erstes Ziel war Fisherman Island. Diese haben wir umrundet und uns auch gleich die benachbarte Adele Island genauer angesehen.In der Zwischenzeit hatte es aufgehört zu regnen und ein bisschen aufgeklart. Weiter ging es zum Te Pukatea Bay, wo wir unser Mittagessen zu uns genommen haben. Essen für die 3 Tage zu kaufen hat sich im Supermarkt als echte Herausforderung heraus gestellt. Geendet sind wir mit Reis, Nudeln, Dosenfutter und einem Haufen Äpfel. Außerdem Käse, Brot und Salami als echtes Luxusgut. Nachdem wir uns am Strand ein bisschen die Sonne auf die Haut brennen ließen, haben wir die letzten 30 Minuten unserer ersten Tagesetappe hinter uns gebracht und in der Anchorage Bay unsere Zelte aufgeschlagen. Hier haben wir auch Maxi wieder getroffen und erstmal gemeinsam "gekocht" - Dosenchilli mit Reis :). Am nächsten Morgen war das Wetter wieder schlecht. Das hat uns aber nicht davon abgehalten wieder in See zu stechen. Gegen Wind und Wellen haben wir angekämpft um gegen den hohen Seegang wieder aus der Anchorage Bay herauszukommen. Da ist mir doch tatsächlich ein bisschen flau im Magen geworden. Das hat uns allerdings nicht aufgehalten und gut 2 Stunden später sind wir in der Mosquito Bay angekommen.



Diese Bucht ist nur vom Wasser aus zugänglich und wirklich idyllisch. Gut geschützt und fast komplett von Küste umschlossen ist sie nur bei Flut mit Wasser gefüllt. Wir haben uns erstmal ein schönes Plätzchen auf dem kleinen Campingplatz gesucht und unsere Zeltchen aufgebaut. Dann ging's ans Mittagessen. Inzwischen hatte es auch wieder aufgeklart und die Sonne ließ sich blicken. Als der Hunger gestillt war haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Es ging weiter nördlich für eine Umrundung von Tonga Island. Auf allen Inseln hat man immer wieder Robben und Seevögel beobachten können. Von der Insel aus haben wir dann Tonga Quarry angesteuert, den Campingplatz an dem Maxi die kommende Nacht verbringen sollte. Hier hab ich mir dann erstmal eine Abkühlung im Meer gegönnt. Maxi war allerdings noch nicht da, und so mussten wir den Topf, welcher der Grund unseres Besuchs war, bei Campern zurücklassen, in der Hoffnung, dass er Maxi erreicht (Maxi hätte diesen Abend sonst hungern müssen, da er zwar einen Gaskocher für seine Nudeln hatte, aber eben keinen Topf).


Gegen 17:00 Uhr haben wir uns auf den Rückweg zur Mosquito Bay gemacht und uns, dort angekommen, um unser eigenes Abendessen gekümmert. Heute morgen haben wir uns dann auf den Rückweg nach Marahau gemacht, und auf dem Weg dahin die Küstenregion angeschaut, welche wir beim Hinweg verpasst hatten. Alles in allem war es eine schöne Tour und ein etwas anderer Blick auf den aus Stränden und Regenwald bestehenden Nationalpark. Auch hat es gut getan, mal wieder andere bekannte Gesichter zu sehen. Andi und Johannes werden nun die Nordinsel anschauen, während wir den Süden unsicher machen. Die 3 Tage waren durchaus anstrengend und jetzt ist erstmal Hostelzeit ;).

-Felix

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