Donnerstag, 8. September 2016

Abenteuer Neuseeland

Fast ein ganzes Jahr ist es jetzt her, das wir damals nach Neuseeland aufgebrochen sind und seit gut 4 Monaten sind wir jetzt auch schon wieder zu Hause. Alex und ich haben, wie bereits in vorherigen Posts angekündigt, an einem Film gearbeitet, der doch einige Augenblicke dieser unglaublichen Reise zusammenfasst.




Hiermit ist das Neuseelandkapitel fürs erste abgeschlossen aber ich kann's kaum erwarten, bis die nächste Reise beginnt. -Felix

Sonntag, 1. Mai 2016

The End (for now)

Die 7 Monate sind vorbei, seit dem 20. April bin ich wieder daheim und so ist es an der Zeit auch diesen Blog hier fürs erste zu Ende zu bringen. Nach unserem Aufenthalt auf den Fijis hatten wir noch eine großartige Zeit in Sydney und Seoul.





Natürlich ist es schade, dass die Zeit schon wieder vorbei ist, aber man kann halt nicht sein Leben lang Reisen und Faulenzen. Ich bin mir sicher, dass diese Reise nicht die letzte Unternehmung dieser Art in meinem Leben sein wird, und wer weiß, vielleicht werde ich meine zukünftigen Reisen ja auch hier dokumentieren. Die Zeit mit Maxi und Alex werde ich definitiv niemals vergessen. Es war eine unglaubliche Zeit mit euch.

Bis zum nächsten Abenteuer

-Felix

Freitag, 8. April 2016

Bula! Fiji Time!

In der tropischen Hitze des Paradieses angekommen, mussten wir erstmal festlegen, wie wir unsere Zeit hier bestmöglich nutzen. Die 10 Tage wären nie und nimmer genug gewesen um herum zu reisen und davon hatten wir auch erstmal genug. Unsere Entscheidung viel dann auf ein kleines Inselhopping. 2-3 Inseln, Sonne, Strand, Schnorcheln. So wie das bei uns immer ist, sind wir nicht wirklich ins Detail gegangen und haben nur 2 Inseln für insgesamt 6 Tage gebucht. Die erste Insel - Mana Island - war für uns aber schon ein Paradies. Anders als bei den anderen Inseln, gab es hier auch ein Backpackers, d.h. es war billiger und unglaublich familiär. Unser Zimmer war mitten im Dorf der Einheimischen und gerade die Tatsache, das alles auf das nötigste reduziert war, hat diesem Aufenthalt seinen ganz besonderen Flare gegeben. Wir wollten ursprünglich nur 4 Tage auf Mana bleiben, haben dann aber auf 6 verlängert, weil es uns so gut gefallen hat. Die Atmosphäre dort war einfach perfekt, und wir haben einen Haufen coole Leute kennen gelernt - Fijianer und Touristen. Wir haben ein Paar Schnorcheltripps zu nahegelegenen Riffen gemacht und allerlei Korallen und einige Haie gesehen. Die Angestellten des Backpackers haben uns unter anderem gezeigt, wie man Kokosnüsse am besten öffnet und aus der Schale Schmuck macht und einige haben mir sogar ein bisschen Fijianisch beigebracht. Abends haben wir zusammen Karten gespielt, traditionelle Tänze bewundert, oder Kava - das traditionelle Getränk Fijis - getrunken. Die Zeit auf der Insel ging viel zu schnell vorbei. Nach Mana hatten wir noch 2 Tage auf Bounty Island gebucht. Diese Insel war um einiges kleiner, und außer einem Resort gab es dort nichts. Leider hat es während unserer Zeit auf Bounty ununterbrochen geregnet und so waren wir auf der kleinen Insel eher gefangen. Grund für das schlechte Wetter war der Zyklon Zena, der sich langsam aber sicher auf Fiji zubewegt hat und so hatten wir im Endeffekt unglaubliches Glück, dass wir von Bounty wieder aufs Festland, und von unserem Hostel zum Flughafen gekommen sind. Den Tag unserer Abreise begannen wir mit einer spektakulären Taxifahrt durch das halb überflutete Nadi und unser Flug war einer der wenigen und der letzte, der den Flughafen an diesem Tag verlassen hat. Wir sind dem Zyklon also haarscharf entkommen. Alex hat aus unseren Videos und Bildern einen kleinen Film über unseren Fiji-Aufenthalt zusammengeschnitten, der die Eindrücke doch ganz gut vermittelt.



Vinaka
-Felix

Donnerstag, 24. März 2016

Been there. Done that.

Seit dem letzten Post ist ja einige Zeit vergangen, passiert ist aber nicht allzu viel. Wir haben uns Kaikoura und die Banks Peninsula angesehen und haben so noch ein paar schöne Strände und mit Akaroa die einzige ehemals französische Siedlung in Neuseeland zu Gesicht bekommen.



Nun sind wir aber an dem Punkt angekommen, wo wir zumindest der Meinung sind, dass wir alles gesehen haben - jedenfalls alles was wir sehen wollten. Die letzten 2 Wochen haben wir bei einer Wwoofing Familie in Christchurch verbracht und versucht unser Auto zu verkaufen. Daher mussten wir das, total ins Chaos verfallene Innenleben erstmal wieder in Ordnung bringen. Vom Prinzip her sind wir ja recht ordentliche Leute, alles hatte seinen angestammten Platz. Wir hatten eine Wasch-Box, eine Schuh-Box, eine Food-Box und die Alles-Box - für den ganzen Kram der in keine der anderen Boxen gepasst hat. Nach 2 Tagen in unserem Auto ist allerdings immer alles außer Kontrolle geraten, und so hat der Alles-Haufen die meiste Zeit lang einen Großteil unserer Rückbank eingenommen. Sosehr ich die letzten Wochen Campen auch genossen habe, es ist schön, mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen, selbst wenn es sich dabei um ein Klapp-Sofa handelt, und das Auto sieht seitdem auch deutlich besser aus. Nebenbei haben wir uns Christchurch angesehen. Die zahlreichen Baustellen der von Erdbeben geschädigten Stadt sagen einiges, aber lässt man all die Baustellen und Ruinen alter Kirchen auser Acht, dann ist Christchurch wie jede andere Stadt mit einem schönen Park und einem erstklassigen Museum. Das Auto haben wir leider immer noch nicht verkauft und langsam wird die Zeit knapp, den am Sonntag verlassen wir dieses wundervolle Land und fliegen auf die Fijis. Da ich nicht davon ausgehe, das wir dort Internet haben, war's das erstmal von mir.

-Felix

Dienstag, 8. März 2016

Edoras & Arthurs Pass

Es ist schon erstaunlich, wie weit nördlich wir schon wieder sind. Ich habe mich schon das ein oder andere Mal gefragt, ob wir uns zu sehr hetzen, aber wenn ich so zurück denke, dann gibt es keinen Ort, an dem wir mehr gesehen hätten, wenn wir länger geblieben wären. Vom Lake Tekapo aus haben wir uns erst nördlich und dann ins Landesinnere bis nach Mesopotamien durchgeschlagen. An diesem abgelegenen Ort liegt der Mount Sunday auf der einer Ebene und von Bergen umringt. Der Hügel ist für seinen Einsatz als Edoras in der Herr der Ringe Trilogie bekannt, ist aber auch an sich ein beeindruckender Anblick.




Von hier aus ging's zum Arthurs Pass, wo wir den Avalanche Peak erklommen haben. Oben hatten wir einen Ausblick über die Southern Alpes und eine kleine Konversation mit einem Kea. Diese Alpin-Papageien sind clevere kleine Vögel, die sich auch darauf verstehen Gummidichtungen von Autos abzufressen oder Zelte zu zerreißen, aber sie sind einfach süß.





Würde man der Straße zum Arthurs Pass weiter folgen, dann würde man in der Nähe von Hokitika an der Westküste landen. Wir haben wieder umgedreht. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stop an den Castle Hills eingelegt. Diese Kalksteinfelsen sind mit den Elephant Rocks vergleichbar, nur größer und populärer.


Wir wissen selbst noch nicht so genau, wo wir als nächstes sein werden, also bis dann :).

-Felix

Sonntag, 6. März 2016

Mount Cook & Lake Tekapo

Nachdem wir ursprünglich geplant hatten, im Mount Cook Nationalpark eine Mehrtagestour zu laufen, waren wir ein wenig enttäuscht, als uns gesagt wurde, dass zu den zahlreichen Hütten gar keine angelegten Wege führen. Der Nationalpark ist eher für Bergsteiger ausgelegt, die mit dem Helikopter in höheres Terrain fliegen. Daher haben wir uns für die Wanderung auf die Mueller Hut entschieden, welche einen schönen Blick auf den Mount Cook und das McKenzie-Becken gewährt. Von der Hütte aus sind wir nochmal 20 Minuten über Felsen auf den Gipfel geklettert. Die Aussicht von oben ist unglaublich beeindruckend und mit Worten schwer zu beschreiben, hier ein paar Bilder.





Außerdem haben wir noch einen Blick auf den Tasman-Gletscher geworfen, welcher so stark abschmilzt, dass im angrenzenden Tasmansee immer Eisberge schwimmen. Nach 2 Tagen auf dem Campingplatz am Fuß des Mount Cook sind wir am Lake Pukaki vorbei zum Lake Tekapo gefahren. Beide sehen sind durch abgeschmolzene Gletscher entstanden und haben daher eine kräftige türkis-blaue Farbe. Der Mount John Track war eher ein Spaziergang zu einem Aussichtspunkt über den Lake Tekapo und die umliegenden Berge. Oben angekommen könnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe mir eine Eisschokolade gegönnt.


Sehr cool waren auch die Nächte am Mount Cook und am Lake Tekapo, da man sich hier in einer internationalen "No Light" Zone befindet und der Blick auf die Sterne einfach unglaublich ist.


Da uns der Besuch des Observatoriums auf Mount John zu teuer war und es am Tekapo sonst nichts mehr zu sehen gab, haben wir uns dann weiter nach Norden durchgeschlagen, aber davon im nächsten Post mehr.

-Felix

Montag, 29. Februar 2016

Southland

Von Te Anau aus sind wir runter an die Südküste gefahren. Die Küste ist hier unten sehr karg und hat mich ein bisschen an Schottland erinnert.


In Invercargill angekommen, haben wir uns an der Küste entlang nach Osten durchgeschlagen - die Stadt war alles andere als spannend. Nachdem wir ziemlich am Anfang unserer Reise am Cape Reinga waren, mussten wir natürlich auch zum südlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga war allerdings cooler, hier gab es nur ein Schild.


Auf unserem Weg zur Ostküste haben wir auch bei einem coolen kleinen Museum halt gemacht, dem Lost Gypsy Caravan, einem Paradies für allerlei verrückte Mechanismen. Irgendein begeisterter Bastler macht hier aus Fahrrädern Musik und verwandelt Schrott in Kunst.



Von hier aus ging es in das Edinburgh des Südens: Dunedin. 3 Tage haben wir in der Nähe der von schottischen Siedlern gegründeten Stadt verbracht und die Stadt, sowie die Otago Peninsula erkundet. Die Stadt war ganz nett und hatte ein interessantes Museum. Außerdem liegt in Dunedin die steilste bewohnte Straße der Welt. Während wir die Strände der Peninsula entlang gelaufen sind, haben wir die Suche nach den Pinguinen begonnen. Diese hat sich Anfangs aber als sehr erfolglos herausgestellt.





Nachdem wir an keinem der Strände auf der Halbinsel Pinguine gesehen haben, sondern nur über einige Robben gestolpert sind, hatten wir am Tag darauf auf dem Weg nach Oamaru doch noch Glück und haben ein Paar der seltenen Gelbaugenpinguine zu Gesicht bekommen.

Oamaru ist wegen ihrem Stadtzentrum im viktorianischen Stil und ihrer Steampunkszene optisch eine sehr coole Stadt.
Wir haben etwa eine Stunde damit zugebracht, durch die Stadt zu laufen und die Gebäude anzusehen, bevor wie uns ins Landesinnere aufgemacht haben.

Unser letzter Stop für den Tag waren die Elephant Rocks. Bei diesen, in allen Variationen aus dem Boden wachsenden Kalksteinfelsen mussten wir natürlich mal wieder unsere Kletterfähigkeiten unter Beweis stellen.


Jetzt ist es an der Zeit, die schroffen Klippen und Strände wieder hinter uns zu lassen. Das nächste Ziel ist Mount Cook.

-Felix

Dienstag, 23. Februar 2016

Beautiful Fiordland

Der Kepler Track ist die anspruchsvollste Wanderung, die wir bis jetzt gelaufen sind. Voll bepackt mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, sowie Verpflegung und Kleidung für 3 Tage haben wir uns letzten Donnerstag an den Startpunkt des 60 Kilometer langen Looptracks begeben. Der Wetterbericht lockte für die nächsten Tage mit Dauerregen, wir hatten also perfekte Bedingungen.

Am ersten Tag sind wir 15 Kilometer vom Parkplatz bis zum ersten Campingplatz gelaufen. Der Weg war schön, aber nichts unglaublich spektakuläres. Das Wetter hat sich tagsüber ganz gut gehalten und es ist erst am Abend regnerisch und sau kalt geworden.
Nachdem der erste Tag eher entspannt war, ging es am zweiten richtig los. 22 Kilometer und so gut wie die komplette Steigung des Tracks lagen vor uns. Gleichzeitig wurden wir aber auch mit unglaublichen Aussichten über das Fiordland belohnt. Der starke Wind hat bei der Überquerung des Bergkamms nochmal für extra Anspruch gesorgt, aber das doch nahezu unberührte Fiordland gut zur Geltung gebracht. Die Blicke auf den Lake Te Anau mit den, ihn  umrahmenden Bergen war wohl der Höhepunkt des gesamten Trips. Als wir am Abend den Campingplatz erreichten, waren wir aber doch glücklich es geschafft zu haben.




Auch Tag drei war nicht zu unterschätzen, so hatten wir zwar die Steigung hinter uns, mussten aber noch 23 Kilometer bis zum Auto laufen. Am Anfang ging es durch ein Tal, welches dank der mit Regenwald bedeckten Berghänge und Wasserfällen an Jurassic Park erinnerte, später sind wir einem Fluss gefolgt, bis wir am Nachmittag wieder an unserem Parkplatz waren.


Die Tour war anspruchsvoll, aber wirklich cool. Fjordland ist definitiv ein unglaublich faszinierender Ort und die letzten 3 Tage waren für mich ein Highlight der gesamten Zeit in Neuseeland.

Zurück am Parkplatz hat uns unser Auto allerdings eine unangenehme Überraschung bereitet. Unser uns seit 10000 Kilometern treuer Benziner hat sich nämlich plötzlich angehört wie ein Dieseltraktor. Perfekt zu Beginn des Wochenendes blieb uns also nichts anderes übrig als noch 2 weitere Tage in Te Anau zu verbringen. Für den Sonntag haben wir daher erstmal eine Bustour und Cruise auf dem Milford Sound gebucht, um so wenig wie möglich mit unserem Auto fahren zu müssen. Der Milford Sound ist ein kleines Paradies für sich. Die steilen Berge die praktisch direkt aus dem Fiord empor steigen und die teilweise 150 Meter hohen Wasserfälle, welche sich hier in die tiefe stürzen, verleihen dem Ort etwas magisches :). Auch von der Bustour waren wir positiv überrascht, nur die im Preis inbegriffene Portion Fish n' Chips hätte etwas größer sein können. Ich kann es nur immer wieder sagen, Fiordland ist einfach wunderschön, obwohl der größte Teil ja wirklich unzugängliche Wildniss ist.



Unser Auto funktioniert dank neuen Zündkerzen und einer neuen Zündspule jetzt auch wieder. Diese waren scheinbar kaputt, wodurch wir nur mit 3 Zylindern gefahren sind.
Wie dem auch sei, bei uns geht's heute weiter südlich nach Invercargill.

-Felix

Mittwoch, 17. Februar 2016

Around Queenstown

Die letzten 4 Tage haben wir auf einem Campingplatz in der Nähe von Queenstown verbracht. Die Stadt, welche man, obwohl sie nur rund 16000 Einwohner hat, durchaus als solche bezeichnen kann - den Touristen sei dank, liegt an einem großen See umschlossen von den neuseeländischen Alpen. Die "Partymetropole" Neuseelands ist neben allem anderen vorallem eins, nämlich teuer und überbevölkert. Auf einen geplanten Hostelaufenthalt haben wir verzichtet, da alles ausgebucht war und man einen Preis von unter 30$ pro Nacht sowieso vergessen konnte. Wir waren auf einem versteckten Camplingplatz etwas außerhalb von Queenstown, der abgelegen in einem Tal lag. Wirklich weniger war hier aber auch nicht los, die Hänge waren von zahllosen Schafen bevölkert. Ein bisschen Geld haben wir allerdings auch ausgegeben, da wir es uns nicht nehmen lassen konnten, den höchsten Cliffjump der Welt zu machen. In jeder nur erdenklichen Art kann man von besagter Klippe in den Abgrund stürzen. Nach 60 Meter freiem Fall schwingt man 200 Meter durch eine Schlucht bevor man wieder hochgezogen wird. Ein teures aber unglaublich cooles Erlebnis, welches leider viel zu schnell wieder vorbei war. Wir durften 2 mal springen. Natürlich haben wir uns für den erstem Jump erstmal die verrückteste Art zu springen ausgesucht, wir wurden auf einem Plastikstuhl sitzend rückwärts von der Klippe gestoßen. Beim zweiten mal habe ich einen Pindrop gemacht, d.h. Arme hinter den Rücken und mit dem Gesicht voran nach unten. Die Sprünge waren ein echter Adrenalinkick, ich persönlich fand den Skydive allerdings gruseliger als die beiden Cliffjumps. Wer sehen will, wie das aussah, der sollte bei Alex vorbeischauen, der hat nämlich die 100$ extra für Fotos und Videos gezahlt. Wir haben zurzeit leider ein bisschen Pech mit dem Wetter und hatten die letzten 2 Tage viel Regen. Den Trip nach Glenorchy am nördlichen Ende des Lake Wakatipu haben wir aber trotzdem gemacht. Die Natur hier oben ist mal wieder atemberaubend, zu der geplanten Wanderung auf den Mount Albert konnten wir uns aber nicht durchringen.




Stattdessen haben wir, als die Sonne sich kurz blicken lies, einen Sprung von einer Klippe in den Lake Wakatipu gewagt. Für die nächsten Tage ist der Kepler Track geplant, den wir laut Wetterbericht wohl in strömendem Regen laufen werden. Für Alex und mich ist dies der erste Great Walk den wir tatsächlich zu Fuß absolvieren, mal schauen wie's wird. Bis dann
-Felix

Montag, 15. Februar 2016

Rob Roy Glacier

Der Rob Roy Glacier Track, welcher in der Nähe von Wanaka liegt, hat uns den bisher besten Ausblick auf einen Gletscher ermöglicht. Ungefähr 2 Stunden sind wir, diesmal bei strahlendem Sonnenschein, durch Wald bis zum Lookout gelaufen. Die unzähligen Wasserfälle, die vom Gletscher gespeißt werden, sowie die massive Eisschicht oben drüber geben dem Ort etwas gewaltiges und er ist bisher einer unserer Lieblingsplätze auf der Südinsel.



Auch wenn die Southern Alps unseren deutschen Alpen vielleicht gar nich so unähnlich sind, so ist die Gegend hier doch nochmal ganz anders. Wanaka ist recht schön an einem See gelegen und von Bergen umringt. Schade, dass die Skisaison hier erst im Juni anfängt. Jetzt geht's für uns erstmal weiter nach Queenstown, bis die Tage...

-Felix

Samstag, 13. Februar 2016

Auf dem Glacier Highway bis nach Wanaka

Von Hokitika aus sind wir für 2 Tage auf einen Campingplatz am Ufer des Lake Mapourika gefahren. Von hier aus haben wir dem wohl touristischsten Spektakel, welches wir bis jetzt in Neuseeland gesehen haben, beigewohnt, nämlich der Besichtigung des Franz Josef und des Fox Gletschers. Am Tag unserer Ankunft sind wir direkt nach Franz Josef Village gefahren, um uns einen Überblick über die Umgebung zu verschaffen. Im Besucherzentrum haben wir uns dann für den folgenden Tag eine 8-stündige Route ausgesucht, welche uns einen schönen Ausblick auf den Fox Glacier geben sollte. Da es erst 17:00 Uhr war, hatten wir uns dazu entschieden, den Franz Josef Gletscher noch am selben Tag zu besichtigen. Am Parkplatz angekommen haben wir uns für den Standart-Touriweg entschieden. Obwohl es schon halb 6 war, war noch einiges los. Das besondere an diesen beiden Gletschern ist nämlich, dass sie sehr tief und nahe am Meer liegen und daher direkt an Regenwald angrenzen, was so normalerweise untypisch ist. Nach 45 Minuten waren wir so nahe am Gletscher dran, wie es uns die Absperrungen erlaubt haben. Es ist echt erschreckend zu sehen, wie stark der Gletscher im Vergleich zu Bildern von 2008 bereits abgeschmolzen ist. Schade ist auch, dass zwar überall geschildert wird, dass die Gletscher bald ganz abgeschmolzen sein werden, aber die Gelegenheit die Menschen über den Klimawandel zu informieren leider gar nich genutzt wird. Gerade an solch einem touristischen Spot, welcher, insofern sich nichts ändert vielleicht nur noch 5-10 Jahre existiert, wäre eine solche Aufklärung wohl am effektivsten. Fast schon beeindruckender als der Gletscher selbst war das Tal welches über die Jahre vom Eis geformt wurde. Senkrechte Steilwände grenzen das Tal ein, durch welches sich ein breiter, vom Gletscher gespeister Fluss schlängelt.


 Normalerweise würde ich unser Abendessen hier nicht erwähnen, aber da Alex durch seinen Beitrag zur Instant Noodles Backpackerküche ein so schlechtes Licht auf unsere Ernährung geworfen hat, tu ich's doch.Es gab panierte Fischfilets mit Karottengemüse, letzteres haben wir sogar zu 100% selbst gemacht! Generell sind Dosenfutter und Instantnudeln nur unsere Notration, für den Fall das wir aus irgendeinem Grund keine Lust oder Möglichkeit zum kochen haben. Das kommt aber eher selten vor. Die meiste Zeit ernähren wir uns von Pizza oder Nudeln mit Fertigsoße, wir leben also durchaus gesund!

Am nächsten Morgen sind wir dann dem Mount Fox Track gefolgt, um einen besseren Ausblick auf den Fox-Glacier zu bekommen. Der Weg war unglaublich steil und fordernd. 3 Stunden lang haben wir uns im Regenwald über Wurzeln und Baumstämme nach oben gekämpft. An der Baumgrenze angekommen, haben wir uns allerdings inmitten einer Wolkenfront wiedergefunden. Was einen Ausblick wir doch hatten. Ganze zwei Stunden saßen wir dann am Gipfel und haben lesend und schlafend darauf gewartet, dass der Himmel aufzieht. Zweimal haben die Wolken kurz die Sicht auf den Gletscher freigegeben und wir konnten kurze Blicke erhaschen. Daher haben wir die Gletscher leider nur von unten gesehen und hatten keinen Blick auf die Plateaus über den Gletscherzungen. Der fehlende Ausblick war zwar etwas schade, aber das schlechte Wetter gehört ja auch irgendwie mal dazu und die Wanderung war trotzdem echt cool. Zurück auf unserem Campingplatz haben wir uns zur Abkühlung erstmal in den See gestürzt.


Aufgrund der schlechten Aussicht haben wir uns den Fox-Glacier am nächsten Tag nochmal von unten angesehen. Zusammen mit zehntausend Asiaten haben wir die 30-minütige Wanderung durchs Gletschertal gemeistert. Danach ging's an der Westküste entlang weiter Richtung Haast. Hier mussten wir die nächste Enttäuschung erdulden. Wir sind bei Haast von einer größeren Stadt ausgegangen, war sich doch auf der Karte in 3 Ortsteile geteilt. Leider handelte es sich bei Haast nur um einen winzigen Ort. Damit ist auch unsere Hoffnung auf einen Supermarkt gestorben, wir haben nur einen überteuerten Generalstore vorgefunden. Das nötigste haben wir aber trotzdem gekauft - Wasser, Haferflocken und Cookies. Von hier aus ging unsere Route ins Landesinnere. Die Strecke war landschaftlich sehr schön, da man den Übergang von Regenwald zu Gletschertälern sehr schön beobachten konnte. Übernachtet haben wir in einem dieser, von längst vergessenen Gletschern geformten Täler.

Am nächsten Morgen sind wir weiter in den Süden gefahren. Unterwegs haben wir die Thunderstorm Creek angeschaut - einen 26 Meter hohen Wasserfall; sowie für einige kleinere Lookout-Walks angehalten und konnten dadurch gut beobachten, wie die Landschaft immer karger wurde, bis wir zuletzt zwischen dem Lake Wanaka und dem Lake Hawea hindurch auf Wanaka zugefahren sind.




-Felix

Dienstag, 9. Februar 2016

Hokitika

Die letzten zwei Tage haben wir in der Gegend um Hokitika rum verbracht, ein kleiner Ort an der Westküste, der vorallem für Jade bekannt ist. Aber erstmal zum Anfang: Auf dem Weg nach Hokitika haben wir unter anderem an den Pancake Rocks halt gemacht. Hierbei handelt es sich um Limestone, welcher, Wind und Wellen ausgesetzt, alle möglichen Formen annimmt.


Suchbild: Wer findet den Indianer oder das Meerschweinchen?
Einen weiteren Stopp gab's für eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall, welcher aber nicht mit den Wasserfällen mithalten konnte, die wir bis jetzt schon gesehen haben. Die Nacht haben wir auf einem Campingplatz in der Nähe von Hokitika geschlafen. Am Abend sind wir nochmal in den Ort gefahren, um uns das Glühwürmchen-Tal anzusehen. Die Tierchen waren schön anzusehen, aber es waren bei weitem nicht so viele wie wir in den Waitomo-Caves gesehen haben. Der Campingplatz lag an einem See und so haben wir am nächsten Morgen gleich die Gelegenheit für ein Bad genutzt. Anschließend sind wir in den Ort gefahren um durch die Jadegalerien zu stöbern und kamen gut 4 Stunden später alle mit einer Jadekette wieder heraus. Der Pounamu, wie die Maori ihn nennen, gilt in der Kultur der Maori als heiliger Stein und so haben wir uns gedacht, dass diese Ketten doch ein ganz nettes Souvenir abgeben. Am Nachmittag haben wir uns im Hokitika Gorge von einer 13 Meter hohen Hängebrücke in das türkisfarbene Wasser gestürzt. Die Höhe war kein Problem, aber das Wasser war sau kalt. Wir hatten aber auf jeden Fall trotzdem unseren Spaß.


Das soll's auch schon wieder gewesen sein, da meine zwei Mitreisenden hier gerade ungeduldig im Auto sitzen, keinen Akku mehr haben und sich daher nicht beschäfftigen können ;P. Bis die Tage

-Felix