Dienstag, 23. Februar 2016

Beautiful Fiordland

Der Kepler Track ist die anspruchsvollste Wanderung, die wir bis jetzt gelaufen sind. Voll bepackt mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, sowie Verpflegung und Kleidung für 3 Tage haben wir uns letzten Donnerstag an den Startpunkt des 60 Kilometer langen Looptracks begeben. Der Wetterbericht lockte für die nächsten Tage mit Dauerregen, wir hatten also perfekte Bedingungen.

Am ersten Tag sind wir 15 Kilometer vom Parkplatz bis zum ersten Campingplatz gelaufen. Der Weg war schön, aber nichts unglaublich spektakuläres. Das Wetter hat sich tagsüber ganz gut gehalten und es ist erst am Abend regnerisch und sau kalt geworden.
Nachdem der erste Tag eher entspannt war, ging es am zweiten richtig los. 22 Kilometer und so gut wie die komplette Steigung des Tracks lagen vor uns. Gleichzeitig wurden wir aber auch mit unglaublichen Aussichten über das Fiordland belohnt. Der starke Wind hat bei der Überquerung des Bergkamms nochmal für extra Anspruch gesorgt, aber das doch nahezu unberührte Fiordland gut zur Geltung gebracht. Die Blicke auf den Lake Te Anau mit den, ihn  umrahmenden Bergen war wohl der Höhepunkt des gesamten Trips. Als wir am Abend den Campingplatz erreichten, waren wir aber doch glücklich es geschafft zu haben.




Auch Tag drei war nicht zu unterschätzen, so hatten wir zwar die Steigung hinter uns, mussten aber noch 23 Kilometer bis zum Auto laufen. Am Anfang ging es durch ein Tal, welches dank der mit Regenwald bedeckten Berghänge und Wasserfällen an Jurassic Park erinnerte, später sind wir einem Fluss gefolgt, bis wir am Nachmittag wieder an unserem Parkplatz waren.


Die Tour war anspruchsvoll, aber wirklich cool. Fjordland ist definitiv ein unglaublich faszinierender Ort und die letzten 3 Tage waren für mich ein Highlight der gesamten Zeit in Neuseeland.

Zurück am Parkplatz hat uns unser Auto allerdings eine unangenehme Überraschung bereitet. Unser uns seit 10000 Kilometern treuer Benziner hat sich nämlich plötzlich angehört wie ein Dieseltraktor. Perfekt zu Beginn des Wochenendes blieb uns also nichts anderes übrig als noch 2 weitere Tage in Te Anau zu verbringen. Für den Sonntag haben wir daher erstmal eine Bustour und Cruise auf dem Milford Sound gebucht, um so wenig wie möglich mit unserem Auto fahren zu müssen. Der Milford Sound ist ein kleines Paradies für sich. Die steilen Berge die praktisch direkt aus dem Fiord empor steigen und die teilweise 150 Meter hohen Wasserfälle, welche sich hier in die tiefe stürzen, verleihen dem Ort etwas magisches :). Auch von der Bustour waren wir positiv überrascht, nur die im Preis inbegriffene Portion Fish n' Chips hätte etwas größer sein können. Ich kann es nur immer wieder sagen, Fiordland ist einfach wunderschön, obwohl der größte Teil ja wirklich unzugängliche Wildniss ist.



Unser Auto funktioniert dank neuen Zündkerzen und einer neuen Zündspule jetzt auch wieder. Diese waren scheinbar kaputt, wodurch wir nur mit 3 Zylindern gefahren sind.
Wie dem auch sei, bei uns geht's heute weiter südlich nach Invercargill.

-Felix

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