Dienstag, 29. Dezember 2015
Tongariro Alpine Crossing - Auf zum Schicksalsberg!
Die ersten 2 Stunden sind wir durch das Mangatepopo-Valley bis zum Sout Crater aufgestiegen. Bereits hier war die Vegetation spärlich. Außer ein paar verschiedenen Gräßern, die hier und da zwischen Steinen hervorsprießten, gab es keine Pflanzen. Auf dem South Crater angekommen musste jegliches Grün Fels und Sand weichen. Von hier aus gab es eine Zusatzroute, welche für uns einfach Pflicht war. Die Besteigung des Mount Ngauruhoe, einige von euch dürften ihn als "Schicksalsberg" kennen (Mount Ngauruhoe und die Umgebung außenrum dienten Peter Jackson in seinen Herr der Ringe - Filmen als Kulisse für Mount Doom und Mordor), war ein Abenteuer für sich. Es gibt keinen ausgeschilderten Weg auf den auf 2287 Metern liegenden Kraterrand. Wer die atemberaubende Aussicht über Mordor genießen will, muss den alten Lavaströmen folgen und sich bei einer Steigung von 45° bis nach oben kämpfen. Wie Frodo und Sam mit Gollum auf den Fersen haben wir uns also auf den Weg gemacht. Oben angekommen haben wir einmal den Krater umrundet und hatten einen unglaublichen Blick auf die karge Landschaft des Nationalparks. Außerdem haben wir hier oben doch tatsächlich Schnee gefunden. Maxi war ganz glücklich und hat diesen erstmal auf seine Qualität getestet ;).
Danach ging es an den Abstieg, und hier wurde es echt anspruchsvoll, da der gesamte Vulkan gefühlt nur aus Geröll und Kies bestand und es eher ein runterrutschen als ein runterlaufen war. Dennoch hat es rießen Spaß gemacht und der knöchelhohe Kies hat sich angefühlt wie Tiefschnee. Wieder unten ging es über den South Crater, welcher einer Wüste ähnelt, bis zum Red Crater hinauf. Hier hatten wir nochmal einen schönen Blick auf Mount Doom.
Von diesem Punkt aus ging es dann nur noch Berg ab, an den Emerald Lakes vorbei, an deren Ufern Schwefelablagerungen zu sehen sind, und die einen schwefeligen Geruch verbreiten, durch den Central Crater zum Blue Lake. Hier haben wir eine letzte Essenspause eingelegt. Unser Proviant bestand aus Äpfeln, gekochten Eiern, Müsliriegeln, Keksen und Schinkentoasts. Den größten Teil hatten wir bereits auf Mount Doom gegessen und am Red Crater bekam jeder ein zweites Schinkentoast. Am Blue Lake wurden also nur noch die letzten Eier vernichtet.
Mit jedem weiteren Schritt bergab kamen auch langsam die Gräßer zurück, während die schiere Größe des Lake Taupo nur am Horizont zu erahnen war.
Ungefähr 1,5 Stunden später sind wir kurz unterhalb der Ketetahi Hut sogar durch bewaldetes Gebiet gelaufen. Der Wald war eine Mischung aus tropischen Pflanzen und Laubbäumen und in anbetracht der prallen Sonne, der wir den ganzen Tag ausgesetzt waren, spendete uns der Schatten der Bäume eine willkommene Abkühlung. Um 18:30 waren wir wieder bei unserem Auto am Ketetahi car park. Ganze 11 Stunden und 4 Minuten sind wir durch den Tongariro National Park gelaufen und es war definitiv die beste Wanderung, die wir bisher gemacht haben. Diese unwirklich erscheinende Vulkanlandschaft und die unglaubliche Aussicht - wir haben sogar den Mount Taranaki am Horizont gesehen, einen kegelförmigen Vulkan, welcher 150 Kilometer Luftlinie entfernt an der Westküste Neuseelands liegt - haben dieses Erlebnis einzigartig gemacht.
Heute sind wir zurück nach Taupo gefahren, da wir hier mittlerweile ein Hostel bekommen haben. Die nächsten Tage werden wir also Taupo unsicher machen.
-Felix
Samstag, 26. Dezember 2015
Raglan
Die letzten 5 Tage haben wir in dem Surferort Raglan verbracht und uns im Surfen - genauer gesagt im Wellenreiten - versucht. Da wir mal wieder zu geizig für einen Kurs waren, musste es eben auch ohne funktionieren. Wir haben uns am 23. also kurzerhand 3 Surfboards und 3 Wetsuits geliehen und sind zum Strand. Hier ist nochmal anzumerken, was für ein Platzwunder unser Auto doch ist, haben wir doch 3 Surfboards und 3 Personen ohne Probleme transportieren können.
Als wir gut 6 Stunden später wieder gefahren sind, hatten wir das Grundprinzip schon raus. Die eigentliche Schwierigkeit ist nicht das Surfen an sich, denn wenn man mal auf dem Board steht, dann bleibt man meist auch stehen. Der Weg dahin ist der schwere Part des Surfens. Beginnend mit der Aufgabe sich durch die Wellen ein Stück nach draußen zu kämpfen, wo die etwas größeren Wellen brechen, muss man dann die richtige Welle auswählen, im richtigen Moment lospaddeln um auf die Welle zu gelangen und dann auch noch aufstehen, um die Kontrolle über das Board zu bekommen. Wir haben das ganze aber ganz gut hinbekommen und auch die ein oder andere Welle gestanden. Danach sind wir in unser Hostel gefahren, welches ein gutes Stück auserhalb von Raglan am Fuße des Mt Karioi lag. Die Lodge hatte eine idyllische Athmosphäre. Außer Reichweite von Handyempfang liegt die große Wohnküche, welche von 19 Zimmern umgeben ist mitten in einem hügeligen Stück Regenwald. An diesem Abend sind auch Carla, Vanessa, Laura und Jasmin, nette Mädels die wir in Kerikeri kennen gelernt haben und die in Raglan mit uns Weihnachten feiern wollten, im Hostel angekommen. Nach einem gemütlichen Abend sind wir dann ins Bett gegangen. Da wir am Vortag so viel Spaß beim Surfen hatten, sind wir am nächsten Morgen gleich wieder los. Erst gings in den Ort zum Surfverleih, dann zum Strand, die Mädels waren diesmal auch dabei.
Den Vormittag haben wir also wieder am Strand verbracht, unsere Surfskills verbessert und uns den ein oder anderen Sonnenbrand geholt. Als am Nachmittag gegen 2:30 die Ebbe kam, die Wellen somit nicht mehr so schön gebrochen sind und der Weg bis zum Wasser auf einmal 40 Meter länger war, haben wir beschlossen nach Raglan zu fahren und für den heiligen Abend einzukaufen. Als wir in Raglan ankamen hat es angefangen zu regnen, recht viel länger wären wir so wohl also auch nicht am Strand geblieben. Für das Christmas-Dinner im Hostel sollte jeder etwas mitbringen, um dann alles zu teilen und eine schöne Auswahl zu haben. Maxi hat seine - in Kerikeri erworbenen - Brezenbackskills ausgepackt, und Alex und ich haben uns für einen weihnachtlichen Nudelsalat mit Zimt entschieden. Wir waren mit dem Ergebnis unserer Kochkünste mehr als zufrieden und sowohl der Nudelsalat als auch die Brezen waren nach nichtmal 20 Minuten komplett aufgegessen. Die Gerichte der anderen Hostelbewohner waren auch alle sehr lecker. Es gab unter anderem zahlreiche Salate jeder Art, schwedische Meatballs, ein unglaublich gutes Bananen-Schoko-Sahne-Dessert und der Besitzer des Hostel hat sogar einen Truthahn spendiert.
Es ist an diesem Abend mit dem Schlafengehen doch etwas später geworden. Am nächsten Morgen haben wir eine gemeinschaftliche Fahrt ins Free-WLAN unternommen um alle ganz brav unsere Eltern anzurufen und ihnen frohe Weihnachten zu wünschen (an dieser Stelle nochmal fröhliche Weihnachten an euch alle). Danach haben wir nicht mehr wirklich viel unternommen. Wir waren alle noch müde vom Vortag und haben einfach mal ein bisschen entspannt. Heute sind wir ein letztes mal Surfen gegangen ( wir werden immer besser), um das schöne Wetter nochmal richtig auszunutzen. Danach haben wir uns nach einem letzten gemeinsamen Burgeressen von den Mädels verabschiedet und haben uns mit dem Auto auf den Weg nach Taupo gemacht.
-Felix
Dienstag, 22. Dezember 2015
Westcoast
Hier nur kurz ein kleines Update. Gestern sind wir an der Westküste entlang nach Süden gefahren. Unterwegs haben wir einige kleinere Stopps eingelegt um unter anderem Neuseelands ältesten Kauri zu betrachten. Der Baum war der größte, den wir bisher gesehen haben. Dann ging es auf kurvigen Straßen durch Regenwälder weiter südlich. Übernachtet haben wir in Auckland und so nochmal einen schönen Blick auf die Skyline bei Nacht werfen können. Mittlerweile sind wir in Raglan, wo wir wohl über Weihnachten bleiben werden. Hierbei handelt es sich um einen kleineren Surferort an der Westküste. Unser Hostel liegt idyllisch außerhalb in einem kleinen Wäldchen. Allerdings haben wir hier überhaupt keinen Empfang, von daher kann ich euch eventuell nicht auf dem Laufenden halten.
Sonntag, 20. Dezember 2015
A last look at the Bay of Islands
Alex und ich haben deshalb heute einen letzten Blick auf die Bay of Islands geworfen, um der Region, die nun für die meiste Zeit der letzten 3 Monate unser Zuhause war, lebewohl zu sagen.
Um 10 Uhr morgens waren wir am Flughafen. Nach einer guten Stunde Einweisung und Vorbereitung saßen wir in dem kleinen Propellerflieger der uns auf 16000 Fuß - fast 5000 Meter - bringen sollte. Der Himmel war wolkenlos, die Aussicht atemberaubend - perfekte Bedingungen für einen Skydive. Ungefähr 10 Minuten hat es gedauert, bis die gewünschte Höhe erreicht war. Und dann war es soweit, es gab kein zurück mehr. Der einzige Weg nach unten war nur mittels Fallschirmsprung aus dem Flugzeug zu bewältigen.
Das Gefühl des Fallens weicht bereits nach den ersten Sekunden einem ganz anderen. Als ich da draußen war, umgeben von nichts als Luft, da hat es sich angefühlt als würde ich fliegen. Nach 70 Sekunden freiem Fall wurde der Fallschirm geöffnet. Nun hatten wir Zeit ein letztes Mal - und von einer ganz anderen Perspektive - die Schönheit der Region zu genießen, während der wir langsam aber sicher auf den Boden zuschwebten. Außerdem durften wir den Fallschirm selbst steuern. Es mag klischeehaft klingen, aber während man da oben im Himmel hängt, fühlt man sich frei und unantastbar. Nach weiteren 8 Minuten sind wir sicher auf dem Boden angekommen. Das Ganze war für mich eine unglaubliche Erfahrung an die ich mich noch lange zurück erinnern werde. Da die Fotos mal wieder nicht aussagekräftig genug sind, hier noch ein Video.
Morgen geht es endlich mit dem Reisen weiter, und so schön es hier auch ist, es wird Zeit, dass wir Kerikeri verlassen.
-Felix
Mittwoch, 25. November 2015
Routine
Letzten Sonntag waren wir in einem Papageienzoo hier in Kerikeri.Die Vögel waren echt beeindruckend, saßen auf unseren Schultern und sind in all den Farben schön anzusehen. Danach haben wir noch einen kleinen Abstecher bei Rewa's Village, einem nachgebauten Maoridorf, gemacht. Dies war jedoch eher enttäuschend, oder wie Maxi es ausgedrückt hat: "10 $ für einen Wald in dem Kinder hässliche Baumhäußer gebaut haben."
-Felix
Sonntag, 15. November 2015
Work Hard
| Unsere Hütte :) |
Freitag, 6. November 2015
Wir sind im Auenland
Donnerstag, 5. November 2015
Harte Rückschläge
Ansonsten haben wir heute nur eine kleine Wanderung zur alten Eisenbahnlinie gemacht, mit der früher die Metalle aus der Region geschafft wurden.
Danach sind wir weiter in den Süden gefahren. Jetzt sind wir in Rotorua, wo wir die Nacht verbringen werden. Schaut bei Alex vorbei :).
Mittwoch, 4. November 2015
Auf den Spuren der Goldgräber
| Tairua |
| zurzeit haben wir den Drang überall rumzuklettern |
| Collins Drive |
Die interessanten/gefährlichen Seitenarme dieser Mine, sowie die Seitenarme eines anderen Stollens wurden (leider) abgesperrt, sodass wir diese nicht erkunden konnten. Einer der Tunnel war so matschig, dass ich ihn barfuß erkunden und hierbei fast knietief durch den Schlamm waten musste. Die Stollen waren von Glühwürmchen bevölkert, welche die Minendecken in Sternenhimmel verwandelt haben, sobald wir die Stirnlampen ausgemacht hatten.Von einem erhöhten Aussichtspunkt aus hatten wir auch einen guten Blick auf The Pinnacles, den Berg den wir vor ein paar Tagen erklommen haben. Dieses Mal kamen wir allerdings von der anderen Seite.
| The Pinnacles (links) |
-Felix
Dienstag, 3. November 2015
Cathedral Cove
Hier haben wir zum ersten Mal die Felswände gesehen, die nach ein paar Metern Sand in die Höhe ragen. Dieser Anblick hat mich schon ordentlich beeindruckt, aber am Cathedral Cove angekommen, sollte es noch unglaublicher werden. Den Strand betritt man durch einen in den Fels gewaschenen Torbogen, welcher durch die 20 Meter breite Klippe führt.
Der Gedanke daran, dass dieses Wunder der Natur irgendwann unter seinem eigenen Gewicht zusammen brechen wird, zeigt mal wieder wie gewaltig die Naturgewalten doch sind. Auf der anderen Seite des Bogens ragt ein Fels fast säulenähnlich in die Höhe und lässt darauf schließen, welches Schicksal der Torbogen wohl teilen wird. Trotz der, für neuseeländische Verhältnisse, großen Anzahl an Touristen haben wir uns erstmal in den Sand gesetzt, einen Lunch zu uns genommen und die Sonne genossen. Doch nicht nur die Strände an der Ostküste von Coromandel sind beeindruckend, sondern auch die zahlreichen kleinen Inseln, die vor der Küste in die Höhe ragen.
Wir hätten stundenlang sitzen bleiben können um die Schönheit der Natur um uns herum zu bestaunen, nach einiger Zeit haben wir uns aber wieder auf den Rückweg gemacht.
-Felix
Montag, 2. November 2015
Hit The Road
Sonntag, 1. November 2015
Das Leben auf dem Meer
Der Teil von unserer unglaublichen Wanderung auf die Pinnacles ist hier leider verloren gegangen. Ich werde ihn zu gegebener Zeit ergänzen.
Montag, 26. Oktober 2015
Short Update
-Felix
Montag, 19. Oktober 2015
At World's End - Cape Reinga
| Unser Basecamp |
| Die Bucht mit dem Camplingplatz von oben. |
Nach ungefähr 2 Stunden kam der Leuchtturm, welcher das Kap kennzeichnet, in Sicht.
| Unter dem Leuchtturm erstmal nen Apfel |
Nach dem wir einige Zeit die Aussicht genossen haben, sind wir für den Rückweg aufgebrochen. Diesmal haben wir uns mehr Zeit gelassen und einige Pausen gemacht. Wir sind beispielsweiße ein bisschen im Gras gelegen und haben die Sonne genossen. Außerdem haben wir mal wieder die Wassertemperatur getestet und festgestellt, dass es auch hier kalt ist.
| Erstmal ein Nickerchen |
Als wir gegen 17 Uhr hungrig wieder auf dem Campingplatz ankamen, haben wir unsere letzten Vorräte verkocht. Es gab mal wieder Nudeln mit Tomatensoße. Dann stellte sich die Frage: Was tut man auf einem Campingplatz mitten im Nirgendwo am Abend. Wir sind natürlich als professionelle Bayern an die Sache herangegangen und haben uns erstmal am Strand an den Picknicktisch gesetzt und Karten gespielt. Als es nach einiger Zeit dunkel und kalt wurde, sind wir ins Bett gegangen.
Am nächsten Morgen hat es geregnet. Das stellte uns vor die spaßige Aufgabe das Zelt im Regen abzubauen. Noch dazu hatten wir kein Frühstück und nur eine kalte Dusche. Doch es kam noch ganz anders. Als wir fertig gepackt hatten und endlich los wollten, ist uns das Auto nicht angesprungen. Wie zwei Tage vorher in Kerikeri war die Batterie leer. Nachdem uns zwei nette Franzosen Starthilfe gegeben haben, sind wir dann doch los.
Auf unserem Weg zurück nach Kerikeri haben wir noch einen Abstecher bei den Te Paki-Sanddünen gemacht, welche mit 50 Metern Höhe die größten Neuseelands sind. Außerdem haben wir uns auch den Ninty Miles Beach angeschaut, da wir aber schlechtes Wetter hatten, haben wir bei den Dünen als auch am Strand nicht allzuviel Zeit verbracht, weil wir immer noch nichts zum Frühstück gegessen hatten. Daher haben wir uns beim ersten Supermarkt erstmal wieder mit Essen eingedeckt.
Jetzt sind wir wieder auf der Farm in Kerikeri, wo wir wohl nochmal ein Paar Tage bleiben, bis unser Auto voll funktionsfähig ist.
-Felix



